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Owtschinnikow

ADAC Allwetterreifen-Test 2026: Nur ein Reifen holt die Bestnote – fünf Modelle fallen durch

Ganzjahresreifen auf nasser Fahrbahn beim Bremstest Auto-News

Im aktuellen Vergleichstest des ADAC überzeugte bei Kleinwagen-Dimensionen nur ein einziges Modell auf ganzer Linie.

Im aktuellen Allwetterreifen Test 2026 des ADAC erreicht von 16 geprüften Modellen für Kleinwagen lediglich ein einziger Pneu die Gesamtnote „gut“: Der Continental All Season Contact 2 sichert sich mit einer Note von 2,3 den klaren Testsieg. Gleich acht Reifen verfehlen eine Kaufempfehlung, während fünf Fabrikate aufgrund gravierender Schwächen sogar als Sicherheitsrisiko eingestuft werden.

Geprüft wurden Reifen der weitverbreiteten Kleinwagen-Dimension 185/65 R15 88H beziehungsweise 92V. Die Spanne der Resultate verdeutlicht, wie anspruchsvoll der Spagat zwischen sommerlicher Hitze, Starkregen und winterlichen Straßenverhältnissen für die Gummimischungen tatsächlich ist.

Der Sieger und das Spitzenfeld im ADAC-Vergleich

Der Testsieger Continental All Season Contact 2 überzeugte das Prüfteam vor allem bei der Fahrsicherheit über alle Witterungsbedingungen hinweg mit einer Teilnote von 2,1. Bei einem durchschnittlichen Anschaffungspreis von 84 Euro prognostizierten die Tester eine Laufleistung von 41.300 Kilometern, was leichte Abstriche in der Umweltbilanz nach sich zog, den Gesamtsieg aber nicht gefährdete.

Dicht dahinter teilen sich zwei namhafte Fabrikate mit der Gesamtnote 2,6 („befriedigend“) den zweiten Rang. Der Pirelli Cinturato All Season SF 3 (rund 86 Euro) zeigte leichte Schwächen auf winterlicher Fahrbahn, während der Michelin Cross Climate 2 (rund 90 Euro) auf nasser Straße Punkte einbüßte, dafür aber die beste Umweltbilanz im gesamten Testfeld erzielte.

Reifenmodell ADAC-Gesamtnote
Continental All Season Contact 2 2,3 (gut / Testsieger)
Pirelli Cinturato All Season SF 3 2,6 (befriedigend)
Michelin Cross Climate 2 2,6 (befriedigend)
Norauto 4 Seasons 2 4,9 (mangelhaft)
Bridgestone Weather Control A005-Evo 5,3 (mangelhaft)
Mastersteel All Weather 2 5,3 (mangelhaft)
Roadhog RGAS02 5,4 (mangelhaft)
Tomason Allseason 5,5 (mangelhaft / Testletzter)

Mangelhafte Modelle: Wenn Ganzjahresreifen zum Sicherheitsrisiko werden

Während sieben Reifen ein solides „befriedigend“ einfuhren, rät der ADAC von der Hälfte des Testfeldes ab. Gleich fünf Modelle stürzten mit mangelhaften Gesamtbewertungen ab und zeigten gefährliche Defizite auf Schnee und Eis.

Ganzjahresreifen müssen extreme Gegensätze bewältigen: Sommer mit 50 Grad heißem Asphalt, Winter mit minus 15 Grad sowie nasskalte Übergangszeiten.

Besonders drastisch zeigt sich das Dilemma bei spezialisierten Profilen: Der Dunlop All Season 2 glänzte zwar mit der besten Winterbewertung des Feldes, patzte jedoch auf trockener Fahrbahn spürbar. Am Tabellenende stehen Reifen, die bei kritischen Bedingungen kaum Grip bieten:

  • Norauto 4 Seasons 2 (Gesamtnote 4,9)
  • Bridgestone Weather Control A005-Evo (Gesamtnote 5,3)
  • Mastersteel All Weather 2 (Gesamtnote 5,3)
  • Roadhog RGAS02 (Gesamtnote 5,4)
  • Tomason Allseason als Schlusslicht (Gesamtnote 5,5)

Mythos Allrounder: Spart man mit jedem Ganzjahresreifen sicher Geld?

Weit verbreitet ist die Annahme, jeder Allwetterreifen biete automatisch einen sicheren Mittelweg zwischen Sommer- und Winterreifen. Die Testergebnisse widerlegen dies: Günstige oder unausgewogene Fabrikate fallen bei extremen Straßenverhältnissen teils komplett durch und verlängern den Bremsweg signifikant.

Marktverschiebung: Ganzjahrespneus verdrängen Saisonreifen

Trotz der gemischten Testergebnisse greifen Autofahrer immer häufiger zu den Allroundern. Nach Angaben vom Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseurhandwerk nahmen Ganzjahresreifen im Jahr 2025 erstmals den Spitzenplatz bei den Verkaufszahlen ein, während Sommerreifen (-4,0 Prozent) und Winterreifen (-7,8 Prozent) Rückgänge verzeichneten.

Allerdings verlangsamte sich das Absatzwachstum der Allwetterpneus zuletzt auf ein Plus von 6,1 Prozent, nachdem in den Vorjahren Steigerungsraten von 17,0 Prozent (2024) und 11,6 Prozent (2023) gemessen wurden. Ein Kritikpunkt der Tester betrifft zudem das Produktangebot: Einige Hersteller bieten moderne Profilgenerationen vorrangig für größere Reifendimensionen an, während Kleinwagenhalter teilweise mit älteren Konstruktionen vorliebnehmen müssen.

📱 Welche Erfahrungen hast du mit Ganzjahresreifen im Alltag gemacht?

✨ Setzt du auf den Testsieger oder wechselst du weiterhin klassisch zwischen Sommer- und Winterreifen?

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