Über 32 Millionen Fahrzeuge: Was VW Golf, Audi A3 und Skoda technisch verbindet
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Mehr als 32 Millionen Fahrzeuge des Volkswagen-Konzerns teilen sich weltweit die technische Basis des MQB-Baukastens.
Ein Volkswagen Golf, ein Audi A3 und ein Skoda Kushaq bedienen völlig unterschiedliche Segmente und Märkte. Trotz eigenständiger Designs und Markenlogos teilen sie sich jedoch ein identisches technisches Fundament.
Unter dem Blech basiert diese Modellvielfalt auf dem Modularen Querbaukasten (MQB) des Volkswagen-Konzerns. Das System bildet seit über einem Jahrzehnt das Rückgrat der weltweiten Fahrzeugproduktion.
32 Millionen Autos: Die Erfolgsgeschichte des MQB-Baukastens
Die MQB-Plattform ging 2012 im Volkswagen-Konzern erstmals in Serie. Zu den ersten Serienmodellen auf dieser Basis gehörten damals der VW Golf, der Audi A3 sowie der SEAT Leon.
In den Folgejahren rollte der Konzern die Plattform auf zahlreiche Baureihen aus. Dazu zählen heute Modelle wie VW Passat und Tiguan, SEAT Ateca, Cupra Formentor sowie die Skoda-Modelle Fabia, Octavia, Superb, Karoq und Kodiaq.
Innerhalb der ersten zehn Jahre liefen konzernweit mehr als 32 Millionen Fahrzeuge auf Basis der MQB-Architektur vom Band. Allein auf die Kernmarke Volkswagen entfallen davon über 20 Millionen Einheiten.
Variable Maße statt identischer Karosserien
Eine gemeinsame Plattform bedeutet in der modernen Automobilfertigung nicht, dass Fahrzeuge denselben Rahmen nutzen. Der MQB fungiert als modulares Konstruktionsprinzip mit festen Schnittstellen.
Ingenieure können Radstand, Spurweite, Raddurchmesser sowie Sitzpositionen flexibel anpassen. Dadurch lassen sich Schrägheckmodelle, Limousinen und SUVs unterschiedlicher Größenklassen auf denselben Fertigungsanlagen realisieren.

Skoda übernimmt weltweite Entwicklungsaufgaben
Für internationale Märkte setzt der Konzern auf spezialisierte Ableger des Baukastens. Modelle wie der Skoda Kushaq und der Skoda Slavia nutzen die Plattformvariante MQB-A0-IN, die auch bei Modellen wie dem Skoda Kylaq sowie den VW-Modellen Taigun und Virtus zum Einsatz kommt.
Skoda übernimmt innerhalb des Konzerns eine tragende Rolle bei der Plattformkonstruktion. Seit 2021 verantwortet der tschechische Hersteller die globale Weiterentwicklung der Plattform MQB A0 Global für weltweite Einstiegssegmente.
Struktursteifigkeit und Crashtest-Werte
Bei Modellen wie dem Kushaq und dem Slavia bestehen 81 Prozent der Karosseriestruktur aus hochfestem oder warmumgeformtem Stahl. Die gezielte Materialverteilung sorgt für Verwindungssteifigkeit bei kontrolliertem Gesamtgewicht.
Im Global-NCAP-Crashtest erzielte der Skoda Kushaq 2022 eine Fünf-Sterne-Bewertung mit 29,64 von 34 Punkten beim Erwachsenenschutz und 42 von 49 Punkten beim Kinderschutz. Die Fahrgastzelle blieb im Frontalaufpralltest stabil.
Die Limousine Skoda Slavia erreichte 2023 im selben Testverfahren 29,71 von 34 Punkten für den Insassenschutz von Erwachsenen sowie 42 von 49 Punkten beim Kinderschutz, was ebenfalls für eine Fünf-Sterne-Gesamtwertung ausreichte.
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