Nürburgring track days rules 8 Regeln für das „Touristenfahren“ im Jahr 2026, die jeder kennen sollte, der auf die „Nordschleife“ fährt
Die nächtliche Atmosphäre des ADAC RAVENOL 24h Nürburgring-Rennens. Selbst bei großen Rennveranstaltungen haben Sicherheit und die Einhaltung der Regeln auf der Rennstrecke für alle Teilnehmer oberste Priorität.
Die Nordschleife des Nürburgrings ist im rechtlichen Sinne keine Rennstrecke, sondern ein mautpflichtiger Abschnitt einer öffentlichen Straße mit besonderen Vorschriften (die StVO gilt weiterhin). Genau deshalb kann man hier leicht ein Bußgeld oder ein Fahrverbot bekommen oder mit der Rechnung für den Abschleppdienst konfrontiert werden, selbst wenn man niemanden gerammt hat. Hier ist ein kurzer Leitfaden zu den wichtigsten Punkten.
Saison und Preise im Jahr 2026
Die Strecke ist vom 7. März bis Mitte November geöffnet, der Zugang ist fast täglich abends an Werktagen und am Wochenende möglich. Eine Runde kostet 30 € an Werktagen (Mo–Do) und 35 € an Wochenenden und Feiertagen. Auf der GP-Strecke kostet eine 15-minütige Fahrsession an jedem Tag 35 €. Für diejenigen, die häufig fahren, gibt es eine Jahreskarte (im Jahr 2026 ab 2.500 € für Stammkunden). Tickets können online über das persönliche Green-Hell-Profil, vor Ort im Infozentrum oder an der ED-Tankstelle in Döttinger Höhe gekauft werden.
Die wichtigsten Regeln auf der Strecke
- Fahrt nur im Uhrzeigersinn, Wenden und Rückwärtsfahren sind verboten.
- Überholen – nur links. Das Überholen von rechts gilt als schwerwiegender Verstoß.
- Kein Driften und keine Fahrten mit Höchstgeschwindigkeit – es handelt sich um eine Tourenfahrt, nicht um ein Rennen.
- Bei gelber Flagge – sofort die Geschwindigkeit verringern und bereit sein, innerhalb der Sichtweite anzuhalten; auf einigen Abschnitten (z. B. bei der Bridsheider-Brücke) gelten dauerhafte Geschwindigkeitsbegrenzungen.
- Zeitmessung ist verboten. Stoppuhren, bordeigene Zeitmesssysteme und die Übertragung der Rundenzeiten sind untersagt.
- Das Anhalten auf der Strecke ist kategorisch verboten – auf Asphalt, auf Gras, auf dem Schotterfangstreifen, egal wo. Bei Austreten von technischen Flüssigkeiten muss die Fahrbahn unverzüglich verlassen und hinter der Leitplanke angehalten werden.
- Das Fahrzeug muss technisch einwandfrei sein, über ein vorderes Kennzeichen verfügen, eine Geschwindigkeit von mindestens 60 km/h erreichen, nicht mehr als 2,8 t wiegen und mit Straßenreifen ausgestattet sein (Slicks sind verboten); der Lärmgrenzwert liegt bei etwa 130 dB während der Fahrt.
- Man muss stets den Führerschein und die Fahrzeugpapiere bei sich haben; Nicht-deutsche Staatsbürger benötigen zudem einen Nachweis über eine gültige Versicherung.
Das Streckenpersonal und die Streckenposten überwachen die Strecke ständig, und Verstöße werden per Video aufgezeichnet. Für das Überholen auf der rechten Seite, Driften, Anhalten auf der Strecke oder das Ignorieren von Flaggen kann vor Ort ein Bußgeld verhängt werden, bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen droht ein unbefristetes Hausverbot. Alle Schäden an Leitplanken, die Bergung sowie die Aufräumarbeiten auf der Strecke nach einem Unfall gehen zu Lasten des Verursachers – die Kosten können sich auf mehrere Zehntausend Euro belaufen. Einen Artikel zum Thema Versicherung finden Sie hier.
Sollte auf der Strecke etwas passieren, steht eine eigene Notrufnummer der Nordschleife-Verwaltung zur Verfügung: +49 2691 302 9111. Es lohnt sich, diese Nummer vorab im Handy zu speichern – der normale Notruf 112 findet sich auf der 20 Kilometer langen Schleife nicht immer sofort zurecht.
„Turistenfahrt“ auf dem Nürburgring – das ist erlaubtes, aber kein „Rennfahren“: Es gelten dieselben Verkehrsregeln wie überall, nur auf dem berühmtesten Asphalt Deutschlands.
Die Einhaltung einfacher Regeln – Fahrtrichtung, Überholseite, Reaktion auf Flaggen und Halteverbot – entscheidet darüber, ob man ungetrübten Fahrspaß genießt oder mit einem Bußgeld, einem Fahrverbot oder einer fünfstelligen Rechnung rechnen muss.
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