Bentley Continental GT im Test: W12-Biturbo und VW-Technik auf dem Prüfstand
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Bentley Continental GT im Test: W12-Biturbo und VW-Technik auf dem Prüfstand
Der Bentley Continental GT markierte bei seinem Debüt im Jahr 2003 den Beginn einer völlig neuen Ära für die britische Traditionsmarke. Unter der Führung des VW-Konzerns trat das Luxus-Coupé mit einem mächtigen W12-Biturbo sowie permanentem Allradantrieb an, um britische Exklusivität mit moderner Großserientechnik zu verschmelzen. Doch der historische Test von auto motor und sport offenbarte neben purer Kraft auch überraschende Schwachpunkte im Alltag.
Die größte Herausforderung für die Entwickler bestand darin, den legendären Ruf britischer Handwerkskunst zu wahren, während unter dem edlen Blech bewährte Großserienteile aus Wolfsburg arbeiteten. Dieser Spagat sorgte von Beginn an für hitzige Diskussionen unter Liebhabern der Marke. Wie viel echter Bentley blieb nach der technischen Runderneuerung wirklich übrig?
Der W12-Biturbo und das Dilemma zwischen Luxus und Alltag
Auf der Straße zeigte der Gran Turismo sofort zwei Gesichter. Der W12-Biturbo schob das schwere Coupé mit gewaltiger Kraft nach vorn, während der Allradantrieb die Traktion souverän auf den Asphalt brachte. Stilvolles Reisen bei hohem Tempo gehörte zweifellos zu den Paradedisziplinen des Briten.
Im alltäglichen Fahrbetrieb traten jedoch Details zutage, die nicht uneingeschränkt zum erhabenen Luxusanspruch passten. Neben dem erwartungsgemäß hohen Verbrauch geriet vor allem das Fahrwerk in die Kritik: Die straffere Federung, die dem sportlichen Anspruch des schweren Fahrzeugs geschuldet war, schluckte Fahrbahnunebenheiten keineswegs so sanft, wie es Traditionalisten von einer britischen Chauffeurs- und Luxuslimousine gewohnt waren.
Ein sportlicherer Anspruch fordert im Luxussegment oft spürbare Kompromisse bei Federungskomfort und klassischer Markentradition.
Auch bei der Haptik abseits von Leder und Holz gab es Überraschungen, die den Spagat zur Großserie schmerzhaft sichtbar machten.
Konzerntechnik im Detail: Wo der Rotstift sichtbar wurde
Ein besonders vieldiskutiertes Detail betraf die alltägliche Bedienung des Edelsportlers. Während das Interieur mit feinen Materialien aufwartete, wirkte ausgerechnet der Zündschlüssel erstaunlich gewöhnlich – ein Bauteil, das Kunden eher an ein Volumenmodell aus dem Volkswagen-Konzern als an eine exklusive Luxuskarosse erinnerte.
Weit verbreitet ist der Mythos, dass ein Technologietransfer aus der Großserie eine Luxusmarke zwangsläufig verwässert und abwertet. In der Praxis schuf die moderne Plattformarchitektur jedoch erst die technische Zuverlässigkeit, Alltagstauglichkeit und Hochgeschwindigkeitsstabilität, die Bentley zuvor über Jahre hinweg gefehlt hatten.
Die Stärken und Schwachstellen des Luxus-Coupés
Der Praxistest filterte die wesentlichen Merkmale des 2003er Modells präzise heraus. Trotz der berechtigten Kritikpunkte setzte das Fahrzeug neue Maßstäbe für viersitzige Luxus-Coupés jener Ära.
| Kriterium | Testergebnis & Eigenschaften |
|---|---|
| Antriebskonzept | Kraftvoller W12-Biturbo mit Allradantrieb |
| Karosserie & Stil | Typische Bentley-Linienführung mit hohem Prestige |
| Federung | Sportlich ausgelegt, spürbare Komforteinbußen |
| Effizienz | Hoher Kraftstoffverbrauch im Testbetrieb |
| Konzernanleihen | Sichtbare Großserienteile wie der Fahrzeugschlüssel |
Der Test von auto motor und sport machte deutlich: Der Continental GT war kein verkleideter Serienwagen, sondern ein eigenständiger Meilenstein, der den Grundstein für den anhaltenden Markterfolg legte.
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